Geschichtliches zu Panama

Balboa-Statue
Balboa-Statue

Vor etwas über 500 Jahren irrte Christoph Kolumbus auf der Suche nach dem ersehnten Seeweg von Europa nach Indien auf seiner vierten und letzten Fahrt mit seinen Schiffen am atlantischen Ufer des heutigen Panama umher. Er fand keine Durchfahrt, um seine Schiffe auf das Meer zu führen, von dem ihm die Indianer an der Küste erzählt hatten.

Etwa zehn Jahre später drang der Seefahrer Vasco Núñez de Balboa über die Berge und dichten Urwälder vor, bis er die Fluten des Pazifischen Ozeans vor sich sah. Auf den Spuren Balboas entstand ein steiniger Weg, auf dem Karawanen von Sklaven und Maulesel den peruanischen Goldschatz über den schmalen Landstreifen schleppten, der die zwei Ozeane voneinander trennt. Wichtigstes Zentrum des kolonialen Panama wurde Panama City.

Im Jahr 1821 spaltete sich Panama von Spanien ab und wurde Teil von Großkolumbien unter Simón Bolívar.
1849 brach in Kalifornien das Goldfieber aus.
Die Benutzung der Straßen quer durch den amerikanischen Kontinent war lebensgefährlich und eine transkontinentale Eisenbahn Zukunftsmusik. Nur der Wasserweg von Panama nach Kalifornien bot einigermaßen Sicherheit. Dies war Anstoß zum Bau der 1855 eröffneten Eisenbahnlinie zwischen der atlantischen und pazifischen Küste von Panama.

Der Bau eines Kanals durch die Landenge von Panama drohte an den Bedingungen der kolumbianischen Regierung zu scheitern.
Deshalb griffen die Amerikaner auf ein altbewährtes Mittel zurück und inszenierten eine Revolution gegen die Zentralregierung in Bogota. Panama wurde 1903 unabhängig.
Gleich darauf unterzeichnete Panama einen Vertrag mit den USA, der Amerika erlaubte, den Panamakanal zu bauen und gleichzeitig die Hoheitsrechte für das Gebiet um den Kanal für sich zu beanspruchen.
Im Juli 1904 hissten die Amerikaner das Sternenbanner über einen 10 Meilen breiten Landstreifen. Es entstand die Panama-Kanal-Zone.

Zwischen 1904 und 1914 errichteten Ingenieure der US-Army den Panamakanal. Es war kein Geheimnis, das die Franzosen bei ihrem früheren Versuch einen Kanal zu bauen, durch Gelbfieber und Malaria fast ein Drittel ihrer Arbeiter verloren. Die Amerikaner gingen anders vor.
Ganze Abteilungen von Militär und Matrosen begannen, die Mückenplage mit Petroleum zu bekämpfen. Sie besprühten die Häuser, legten Sümpfe und Tümpel trocken, und wenn sich nach Regengüssen neue bildeten, gossen sie sofort Petroleum darauf.
1905 waren in der Panama-Kanalzone das Gelbfieber und die Malaria nahezu ausgerottet und der eigentliche Bau des Kanals begann.
Im August 1914 fuhr das erste Schiff durch die mittelamerikanische Landenge von einem Ozean in den anderen. Der Traum Kolumbus hatte sich erfüllt.


Im September 1977 wurde ein Vertrag unterzeichnet, der die Übertragung der gesamten Kanalzone von den USA an Panama bis Ende 1999 zusicherte. Der Vertrag legt auch die ständige Neutralität und Funktionsfähigkeit des Panamakanals fest. Die USA erhielten darin das Recht, den Kanal jederzeit vor allen Gefahren zu schützen.

Im Dezember 1999 wurden das gesamte US-Gebiet entlang des Kanals sowie alle US-amerikanischen Militärbasen offiziell an Panama übergeben.

Im Oktober 2006 wurde in einer Volksabstimmung für den Ausbau des Panama Kanals entschieden. Die große Mehrheit der Bevölkerung stimmte dem Ausbau des Kanals zu.

 

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