Ngöbe-Buglé

Ngöbe-Buglé - Kinder.

Ngöbe-Buglé ist ein indigenes Gebiet (Comarca) im nordwestlichen Panama. Es grenzt im Norden an das Karibische Meer (Atlantik), im Westen an Bocas del Toro und Chirriqui, im Süden an Chirriqui und im Osten an Veraguas.

Das Territorium entstand 1997 aus Teilen der benachbarten Provinzen. 

 

Die Region, welche in sieben Bezirke unterteilt ist, wird vor allem durch die indigenen Völker der Ngäbe und Buglé (Guaymí) bewohnt. Im Jahre 2010 lebten knapp 155`000 Menschen in der Comarca, welche sich über eine Fläche von 6968 Quadratkilometer erstreckt.


Die meisten der einheimischen Familien der Guaymí leben im bergigen Dschungel in kleinen Gemeinden und Dörfern in mit Palmwedeln oder Stroh bedeckten Häusern (Chozas). Die Bauart unterscheidet sich je nach lokaler Gegebenheit. Durch Isolation vom Rest der panamaischen Gesellschaft und der einfachen Lebensweise ist die edle Wesensart dieser liebenswerten Menschen unverfälscht geblieben. 

Die Männer betreiben Landwirtschaft. Auch die Jagd und Fischerei trägt zum täglichen Leben bei. Darüber hinaus werden Hühner und Schweine gehalten. Wichtige Kulturpflanzen sind Pfirsich, Mais, Yucca und Bananen. 

Eine beträchtliche Zahl der Guaymí migrierte auch ins benachbarte Costa Rica, wo sie wie auch in Panama in der Erntezeit auf Kaffee-Fincas arbeiten. In den Küstengebieten auch auf Bananenplantagen. 

 

Die Guaymi konnten ihre Sitten, Bräuche und Traditionen bis ins 21.Jahrhundert retten. Darunter eine religiöse Mischform mit Mamatata und Mamachi als auch eine traditionelle Spiritualität. Es gibt Heilkundige, die sich in der Kunst der Anwendung von Heilpflanzen auskennen. 

Sprachlich gibt es zwei unterschiedliche Varianten welche beide zur Sprachfamilie Chibcha gehören. Zum einen Buglere mit wenigen Tausend Sprechern und zum andern Ngäbere welches von der großen Mehrheit gesprochen wird.

 

Die Guaymi-Frauen erzeugen viele traditionelle Handwerke, sowohl für sich selbst und ihre Familien, aber auch als zusätzliches Einkommen. Dazu gehören handgefertigte Taschen aus Pflanzenfasern, bunte Kleider sowie Armbänder und Halsketten. Die Männer der Guaymi haben eine lange Tradition des Webens von Hüten aus Pflanzenfasern.

 

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Letztes Update, Oktober 2011

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