Panamakanal

Der 81 Kilometer lange Panamakanal durchschneidet die Landenge von Panama und verbindet den Atlantik mit dem Pazifik. 
Obwohl der Pazifik im Bereich des Kanals nur 24 Zentimeter höher als der Atlantik ist, müssen insgesamt 26 Meter überwunden werden, da sich zwischen den beiden Küsten eine Erhebung mit hartem Gestein befindet. Dieser Höhenunterschied wird in drei Schleusenanlagen mit insgesamt zwölf Schleusenkammern überwunden.

 

Die Durchfahrtszeit beträgt etwa zwölf Stunden. Eine zügige und sichere Durchfahrt durch die Schleusenanlagen wird durch beidseitig angebrachte Zahnradbahnen (Mulis genannt) gewährleistet.

 

Schleusendurchfahrt - Miraflores

Panamakanal Schleusendurchfahrt, Bild 1
Panamakanal Schleusendurchfahrt, Bild 15
Panamakanal Schleusendurchfahrt, Bild 14
Panamakanal Schleusendurchfahrt, Bild 13
Panamakanal Schleusendurchfahrt, Bild 12
Panamakanal Schleusendurchfahrt, Bild 11
Panamakanal Schleusendurchfahrt, Bild 10
Panamakanal Schleusendurchfahrt, Bild 9
Panamakanal Schleusendurchfahrt, Bild 8
Panamakanal Schleusendurchfahrt, Bild 7
Panamakanal Schleusendurchfahrt, Bild 6
Panamakanal Schleusendurchfahrt, Bild 5
Panamakanal Schleusendurchfahrt, Bild 4
Panamakanal Schleusendurchfahrt, Bild 3
Panamakanal Schleusendurchfahrt, Bild 2
Panamakanal Schleusendurchfahrt, Bild 16

  

Geschichtliches zum Panamakanal

Vor dem Bau des Kanals war die schnellste Schiffsverbindung von der amerikanischen Ostküste zur Westküste der Weg um die Spitze Südamerikas, eine lange und gefährliche Route. Nach dem Erfolg des Suezkanals in Ägypten glaubte man in Frankreich, dass ein Kanal, der Atlantik und Pazifik miteinander verbindet, ebenso einfach zu bauen wäre. Am 1. Januar 1880 wurde mit dem Kanalbau begonnen. Dabei bedachte der für den Bau verantwortlich Ingenieur Ferdinand de Lesseps jedoch nicht, dass es etwas völlig anderes ist, einen Kanal durch eine trockene, flache Wüste zu bauen, als einen Kanal quer durch den Dschungel. Wegen technischer Schwierigkeiten und nach etwa 22.000 Todesfällen durch tropische Krankheiten gaben die Franzosen schließlich auf. 

 

Der amerikanische Präsident Theodore Roosevelt war der Ansicht, dass die USA in der Lage wären, den Bau zu vollenden. Der erste Erfolg bestand darin, dass das Gelbfieber bekämpft wurde. Am 15. August 1914 wurde der Panamakanal eröffnet. Er war das bis dahin größte und teuerste Bauwerk überhaupt.  


Die Amerikaner behielten die Hoheit über den Kanal und einen Landstreifen entlang des Kanals. 1977 beschloss der amerikanische Präsident Jimmy Carter, den Kanal bis zum Jahr 2000 an Panama zurückzugeben, was auch geschah. 
Der Kanal ist nur für Schiffe mit einem maximalen Tiefgang von 12 m passierbar. Für rund 60% aller Handelsschiffe ist er somit unpassierbar. Umgekehrt gibt es zahlreiche Containerschiffe, die extra so konstruiert wurden, dass sie hinsichtlich Länge, Breite und Tiefgang gerade noch durch den Kanal oder genauer seine Schleusen passen; diese Schiffsklasse wird Panamax genannt.  

 

Im Oktober 2006 wurde in einer Volksabstimmung für den Ausbau des Panama Kanals entschieden. Die große Mehrheit der Bevölkerung stimmte dem Ausbau des Kanals zu. Mit den neuen Schleusen und einer breiteren Fahrrinne sollen ab 2015 doppelt so viele Schiffe den Kanal passieren.  

 

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