Nationalpark Sarigua

Nationalpark Sarigua, Leguan in der Sonne.

Der Nationalpark Sarigua befindet sich auf der Halbinsel Azuero in der Provinz Herrera. An der Küste des Golfs von Parita erstreckt sich der Park über eine Fläche von mehreren Tausend Hektar, davon etwa ein drittel Meeresgebiet.

 

Er beeindruckt durch ein halbwüstenartiges Ökosystem. Keine Wüste wie die Sahara, sondern ein Versalzungsprozess im Boden, der durch Gezeiten und Entwaldung durch Siedler hervorgerufen wurde. Etwa vier Fünftel des Nationalparks sind davon betroffen.

 

Die trockenste Region des Isthmus von Panama mit Kakteen, Lorbeer und Korkbäumen sowie Mangrovenwäldern entlang der Küste. Bis auf zahlreiche Vogelarten vermögen auch die Tiere dieser Gegend nicht viel abzugewinnen. Vögel wie Pelikan und Eisvogel sind an der Küste aber zahlreich zu sehen. Mehr als 150 Vogelarten wurden registriert.

Auch Reptilien lassen sich durch das unwirtliche Klima und die karge Vegetation nicht abschrecken.

 

In diesem Gebiet wurden auch Überreste einer Tausende Jahre alten präkolumbianischen Siedlung gefunden. Ein Dorf am Ufer eines Flusses, dessen Bewohner vor allem Kugelfische, Meerwelse, Umberfische und Haie fischten. Sie jagten auch Hirsche und andere Säugetiere. In der Nähe des Dorfes gibt es Jaspis, aus welchem die indigenen Bewohner ihre Werkzeuge fertigten. Zu Zeiten, in denen das Dorf bewohnt war, gab es aber noch grünere Vegetationsformen, welche sich durch den Vormarsch des Meeres und der Entwaldung veränderten.

 

Anreise:
Idealer Ausgangspunkt um den Nationalpark zu entdecken ist das Städtchen Parita von wo aus der Parkeingang in wenigen Minuten zu erreichen ist. Es gibt ein Besucherzentrum mit Infos zum Nationalpark, es werden auch geführte Touren angeboten.
Im nördlichen Teil des Sarigua werden Bootstouren zur Mündung des Rio Santa Maria und den Mangroven angeboten. Augangspunkt ist das Dorf Santa Maria.

 

Weblinks:

Bilder zum Sarigua Natonalpark

Letztes Update, Oktober 2011

© 2017