REISEBERICHT- 13 Tage Panama im Oktober 2012

Reiseberichte und aktuelle Infos zu Panama
berghaus

REISEBERICHT- 13 Tage Panama im Oktober 2012

Beitragvon berghaus » 27.09.2012, 16:30

Ich habe mal meine Anfrage in diesem Forum über den besten Weg vom Flughafen in die City vom 27.09.12, also gestellt vor der 14-tägigen Reise von Deutschland nach Panama, die am 06.10.2012 begann, hier gelöscht (weil unwichtig) und durch ein Bild ersetzt, um die Neugier auf den folgenden Reisebericht zu wecken, der heute am 29.12.12 immer noch nicht fertig ist. Und am 29.12.13 immer noch nicht, da fehlt noch ein Tag! :D
Ganz fertig wurde er dann am 15.11.14, aber es gibt immer noch was zu berichtigen oder zu ergänzen.

Bild

Bild 0 Panama City

Wir sind ein Ehepaar von 71 und 52 Jahren und wohnen im Sauerland. Die drei Kinder (23, 22 und 11) mussten wir zu Hause lassen, weil wir den Flug (und nur den Flug) von Deutschland über Amsterdam und zurück beim Adventskalenderspiel der KLM im Dezember 2011 für nur zwei Personen gewonnen hatten.

Wir sind mit einem Mietwagen gereist und hatten die Unterkünfte am Anfang und am Ende der Reise im Internet gebucht:

Dass ich mir so viel Arbeit mache, hängt damit zusammen, dass wir am Ende der Reise sagen könnten:

"Oh, wie schön war es in Panama!!

berghaus 29.12.12
Zuletzt geändert von berghaus am 29.04.2015, 07:38, insgesamt 23-mal geändert.

berghaus

Beitragvon berghaus » 06.11.2012, 19:44

Inzwischen kann ich die Fragen selber beantworten:

Wir waren da! Ankunft Samstag 06.10.12, 18:30; Abfahrt 19.10.12 19:20
Google Maps -Routenplaner zeigt, aus welchen Gründen auch immer, einen Weg von der Ostseite oben um den Flughafen herum.
Tatsächlich verlässt man die Parkplätze vor dem Flughafen ganz normal an der der City von Panama zugewandten Westseite.
Siehe Googlemapsvergrößerung.
https://www.google.de/maps/@9.0252353,-79.4429256,11z

Der schnellste Weg in die City ist wohl die Autobahn Corredur Sur, die teilweise durchs Meer geführt wird und bei der man zweimal ca. 1,50 Dollar Maut an Mautstationen zahlen muss.
Dazu sollte man schon bei der Ankunft ein paar 1-Dollarscheine oder Münzen besitzen oder im Flughafen besorgen. (z.B. mit der DKB-Visakarte, siehe Diskussion hier im Forum).

Aber Achtung, bei der Einfahrt vor den Mautstationen nicht eine Spur wählen, bei der man nur mit einer Art Prepaidkarte bezahlen kann.

Da hatten wir nämlich einen Tag vor dem Rückflug einen Unfall, weil wir trotz massivem Protest der Schlange hinter uns genötigt wurden, 20 m rückwärts zu fahren, wobei ich dann ein anderes Fahrzeug leicht berührte und an diesem ziemlich neuen Pkw einen Kratzer und eine leichte Einbeulung verursachte. Zum Glück konnten wir uns mit der Fahrerin auf 220,-- Dollar einigen in dem Einvernehmen, nicht vier Stunden mit der Polizei zu verbringen, zumal unsere Sprachkenntnisse im Spanischen eher bei null liegen.

Nach der Ankunft am Samstag wählten wir die 4- spurige Straße, die Carretera Panamericana, die gerade vom Flughafen in die Stadt führt, weil wir in einem Supermarkt noch etwas zum Essen und zum Trinken einkaufen wollten, was auch gelang.

Wir bekamen im Dunkeln einen ersten Eindruck von dieser lebendigen, auch ein wenig (für uns) fremdartigen Stadt. Wegen der großen Verkehrsdichte läuft der Verkehr relativ ruhig, wenn er nicht gerade steht.

Auf jeden Fall braucht man außer sonntags vormittags und vielleicht nachts doppelt bis viermal so lange wie der Routenplaner von google meint. Was da vor einem so los ist, zeigt google maps in Panamacity, wenn man die Zusatzfunktion Verkehr drückt. Bei unserem Nexus 7 allerdings nur so lange, wie wir im Hotel noch Internet hatten.

Das Tryp-Panama-Centro Hotel hatten wir bei Hotels.com für 66,19 EUR für zwei Personen mit Frühstück gebucht, Direktbuchung mehr als 14 Tage vor der Übernachtung war zwar 5,-- EUR billiger, aber ohne Frühstück.

Das Frühstück und die Zimmer waren gut, der Wagen sicher im ersten Stock untergebracht, das Personal freundlich und von der Terrasse auf dem Dach ca. 13.Stockwerk mit Schwimmbad hatten wir einen tollen Blick auf die atemberaubende Skyline von Panama-City und auch auf grüne Berge mit (Regen)wäldern bedeckt.

Bild
Bild 1 Blick von der Dachterrasse des Tryp-Hotels auf Panama City

Und mitten in der Regenzeit hatten wir am Sonntagmorgen strahlendem Sonnenschein, allerdings auch 32 Grad Celsius.

Aber unten in der Garage wartete ja der nagelneue Toyota RAV 4 Geländewagen mit Klimaanlage und Automatik, den wir über CarDElMar von der Mietwagenfirma Thrifty bekommen hatten, obwohl wir nur einen Suzuki Jimny bestellt hatten.

Weil es gerade bei CarDelMar eine Aktion gab, bei der wir 60,-- EUR für ein Versicherungsupdate (Reifen und Glas) sparten, und Trifty gerade keine Jimny da hatte, haben wir das tolle Auto für 13 Tage für 392,31 EUR bekommen. 1.800 km sind wir gefahren. Verbrauch ca. 8,6 L/100 km bei einem Spritpreis von 0,85 EUR/Liter.

Und tatsächlich waren, wie in anderen Beiträgen besprochen, die Schlaglöcher auch auf der Panamericana größer als der Umfang von Kleinwagenrädern (z.B. Hyundai Accent). Wegen der erhöhten Sitzposition sah man sie eher und wegen der großen Räder, rollte man auch mal ohne Achsbruch darüber hinweg.
Nach einer Fahrt durch die fast autofreie Stadt dreimal über die Panamakanalbrücke (Puente de Las Américas),- weil's so schön war-, und zum Aussichtpunkt auf die Stadt an der Calzada Amadór, wo tatsächlich gerade von einem großen Amerikanischen Kreuzfahrtschiff Unmengen von Leuten ausgebootet und mit Bussen zum Sightseeing in die Stadt gefahren wurden, gings dann gemütlich (mein erstes Auto mit Automatik im 71. Lebensjahr) 120 km weit nach San Carlos an der Pazifikküste ins "Manglar Lodge", 70,-- EUR o.F.
Wenn Ihr wollt, gibt es auch eine Fortsetzung des Reiseberichts.

berghaus 07.11.12
Zuletzt geändert von berghaus am 19.03.2014, 17:23, insgesamt 11-mal geändert.

berghaus

Reisebericht mit Bildern

Beitragvon berghaus » 14.11.2012, 21:03

Hier 4 weitere Bilder:

Bild 2 Die verlockenden grünen Berge vom Dach des Tryp-Hotels.[/u]

Bild

Gerne wären wir noch auf der Dachterrasse geblieben und hätten uns ein wenig in dem Swimmingpool abgekühlt. Aber 13 Tage ist für Panama einfach zu wenig, wie sich noch herausstellen sollte. Aber unsere 11-jährige Tochter geht ja noch zur Schule und so blieben uns nur die Herbstferien für diese Reise.

Bild 3 Vom Calzado Amador aus gesehen.

Bild

Bild 4 Puente des Las Américas - Brücke über den Panamakanal

Bild

Auf dem Weg in ein unbekanntes Land oder wie sagt der Dichter Manuel Orestes Nieto:

"An irgendeinem Tag kommst du vom Strand zurück
und der Zugang zu deiner Stadt ist eine Brücke,
die versucht, eine viel zu große Wunde zu klammern.
An irgendeinem Tag kommst du zurück und unter der Brücke ist dein Land geteilt"


Auf dem Weg zu Uwe (Finca Buena Vista in Las Lajas) bei dem wir uns drei Tage von dem Flug, einer in dem Maße noch unbekannten Zeitumstellung von 7 Stunden erholen und uns an die angesagten gefühlten 38 Grad Celsius gewöhnen wollten, hatten wir das Manglar Lodge in San Carlos über Booking.com gebucht, weil wir am ersten Tag nicht 5 - 6 Stunden (368 km) fahren wollten. Bis San Carlos waren es nur etwa 130 km.
http://www.manglarlodge.com/


Bild 5 Manglar Lodge

Bild

Das Zimmer (mit Klimaanlage, war aber auch nötig) war nett eingerichtet.
Gegessen haben wir in einer angrenzenden Hotelanlage, na ja - eher durchschnittlich.

Aber die Bedienung, die anders als wir perfekt spanisch sprachen, waren sehr freundlich, erschlugen nach dem Dunkelwerden an sich die ersten Mücken. Wir waren wohl, durch die Antimückenmittel geschützt, von denen meine Frau bei dm in Dortmund etwa einen Jahresvorrat (für Panama) gekauft hatte.

Aber man saß fantastisch direkt auf einer Terrasse über dem Strand und blickte auf den Pazifik. Den hatten wir vorher noch nie gesehen, den Pazifik - Nein doch schon in Panama City. Da war er uns aber noch nicht so aufgefallen.

Bild 6 Bei San Carlos am Pazifikstrand

Bild

Dann haben wir im Manglar Lodge gut geschlafen und - wachten um vier Uhr Ortszeit auf --- noch viereinhalb Stunden bis zum Frühstück!
Da war er also, - der Jetlag.

Fortsetzung folgt.

berghaus 15.11.12
Zuletzt geändert von berghaus am 22.08.2014, 08:54, insgesamt 19-mal geändert.

berghaus

REISEBERICHT- 13 Tage Panama im Oktober 2012

Beitragvon berghaus » 28.11.2012, 21:31

Nun geht die Reise weiter.
Nein, noch nicht. Seit 4 Stunden wach, Frühstück erst für halb neun bestellt, werfe ich noch einen Blick auf den 100 m entfernten Pazifik und bade vorsichtig darin, Atlantikküste bei Bordeaux gewöhnt.

Bild 7 Strand bei San Carlos

Bild

Der Surfer, noch unschlüssig, verschwindet alsbald um die bis an den Strand reichende Uferbefestigung eines Privatgrundstücks.
Wir haben gehört, dass es in Panama kaum Bauvorschriften gibt.

Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg nach Las Lajas (ca. 230 Km).

Weil Tanken mit der Kreditkarte 1,75 % Auslandseinsatz kostet, wollten wir in Aguadulce zum ersten Mal mit der Visakarte der DKB kostenlos Dollar abheben. Der Automat war direkt neben dem schwer bewachten Eingang einer Bank. Das erweckt den Eindruck, dass es in der Gegend nur so von Räubern wimmelt. Gleichwohl weiß ich, dass man in Gegenden, wie im ländlichen Bereich von Panama, anders als in den touristischen Gebieten Europas (siehe auch meinen Beitrag über die Räuber von Barcelona an anderer Stelle in diesem Forum) nicht mit Überfällen rechnen muss.

Natürlich funktionierte das Geldabheben nicht.
Mir wurde, in welcher Sprache auch immer, angesagt, ich solle meine Kreditkarte wieder herausziehen. Der Automat mochte sie (die Kreditkarte) wohl nicht leiden.
Erst beim nächsten Automat funktionierte es dann. Erst später habe ich gelernt, dass man, anders als in Europa, die Kreditkarte direkt nach der Eingabe der Pin und nicht erst kurz vor der Geldausgabe wieder herausziehen (entnehmen) muss.

Der Nexus 7 führte uns (offline) mit vorher online heruntergeladenen Google maps, die sich mit Fingerspreizen auf Stadtplangröße vergrößern ließen, und dem GPS sicher von der Carretera Interamericana in die Innenstädte und auch wieder zurück auf die Autobahn, auf der man meist nur 100 km/h oder auch nur 80 fahren darf.

So auch nach Santiago. Zunächst wenig attraktiv, aber voller Leben. Meine Frau im Supermarkt.
Wenn wir das Gepäck im Wagen haben, bleibt beim Einkaufen grundsätzlich einer im Wagen.
Aus der Erfahrung mit einem Mietwagen auf Fuerteventura, bei dem die Gepäckabdeckung fehlte und das Gepäck sichtbar war, hatten wir eine dunkle dünne Decke zum Abdecken mitgebracht hatten, nicht zuletzt auch, weil KLM 23 kg/Person Gepäck zuließ. Und dann hatte der Toyota hinten undurchsichtige Scheiben.

Hier konnte ich dabei ein paar Aufnahmen machen von den Menschen und Leben in einem für uns noch unbekannten Land.

Bild 8 und Bild 9

Bild

Vor dem Supermarkt in Santiago



Bild

Dann entdeckten wir mitten in Santiago einen hübschen Park. Dort beschäftigten sich die Schüler, wie immer in Panama uniform gekleidet, mit Handys und Laptops, welch ein Kontrast.

Bild 10

Park in Santiago

Bild

Auf der Suche nach einer Toilette für meine Frau (da bin ich Spezialist) gelangte ich in das hübsche kleine Museum und wurde dort wegen mangelnder Sprachkenntnisse gezwungen, kostenlos die zwei Räume des Museums zu besichtigen.

Bild 11

Museum in Santiago
Bild
Im Hof entdeckte ich dann doch eine Toilette und konnte nach Besichtigung der großen Kirche am Rande des Parks meiner Frau den Weg zur Toilette genau beschreiben.

Bild 12

Catedral de Santiago
Bild


Auf dem Weg zur vielgepriesenen Finca Buena Vista gab es in den Bergen noch eine Polizeikontrolle, unsere erste von sieben, und unseren ersten tropischen Regenschauer, vielleicht auch der erste von sieben.

Dann bogen wir bei San Felix von der Autobahn nach Links ab: Las Lajas 5 km.
Uns fiel auf, dass der Ort aufgeräumter war, als die, die wir bisher gesehen hatten. Hier und da gemähter Rasen, blühende Büsche und kaum Müll, der sonst die Straßen begleitet.
Sollten die Deutschen hier, vielleicht durch ihr Beispiel, erzieherisch gewirkt haben?

Geleitet durch Hinweisschilder über eine kurze holprige Wegstrecke, deren Vorhandensein die auch von Uwe (wegen der Regenzeit) empfohlene Anmietung eines Geländewagens allein nicht gerechtfertigt hätte, erreichten wir die malerisch gelegene Finca Buena Vista.

Bild 13

Ausblick von der Finca Buena Vista - nicht die Finca selbst!

Bild

Fortsetzung folgt.
Zuletzt geändert von berghaus am 14.02.2015, 15:17, insgesamt 16-mal geändert.

berghaus

REISEBERICHT- 13 Tage Panama im Oktober 2012

Beitragvon berghaus » 14.12.2012, 19:59

War doch schon wieder ein wenig fleißig an anderer Stelle im Forum. Die dortigen Betrachtungen setzen den Reisebericht fort.

Zitat von berghaus (das bin ich):

„Das Problem ist, dass allein zu reisen viel teurer ist, als zu zweit.
Das ist schon bei Pauschalreisen und erst recht bei Kreuzfahrten so. Immer heißt es Doppelzimmer!

Wir haben als Paar in Panama in der Regel relativ preiswerte und komfortable Übernachtungsmöglichkeiten vorgefunden. Siehe: mein noch nicht fertiger Reisebericht „Tocumenen…“ die ersten zwei Nächte.

Als weitere Beispiel: die nächsten drei Nächte und Tage in Las Lajas.
Ohne schon wieder Reklame für Uwes Finca machen zu wollen und auf die Gefahr, dass Uwe auf Grund meiner Betrachtung die Preise erhöht:

Traumhafte Lage, schönes Apartment mit Klimaanlage und Kaffeemaschine, ganz reichhaltiges Frühstück und vor allem liebenswürdige und kompetente Besitzer einschließlich des Personals.

Bild13 a Die Finca Buena Vista von Süden aus gesehen
Bild

Kostet: DZ 55,00 Dollar einschließlich Frühstück. Zieht man für das Frühstück 10 Dollar (8 EUR) /Person ab, bleiben 35 Dollar für die Übernachtung, geteilt durch 2 minus 20% ($/EUR) bleiben 14 EUR pro Person für die Übernachtung.
Und so gesehen war auch die Übernachtung im Tryp-Hotel mitten in Panama City für 66,19 EUR mit wirklich gutem Buffetfrühstück noch preiswert.

So gesehen würde mich mal interessieren, wie viel schubi für die Busfahrten und eventuell ergänzend für Taxifahrten plus Trinkgeld pro Tag ausgegeben hat.

Wir haben für den Mietwagen für 13 Tage 400 EUR, fürs Benzin rd. 150 EUR ausgegeben und sind 1.770 Km gefahren: Also 0,31 EUR/Km oder 0,15 EUR/Km/Pers oder 21,00 EUR/Pers pro Tag.

berghaus 13.12.12“ Zitat Ende

Nun doch noch ein wenig Reklame:

Schöne Bilder der Finca Buena Vista, der Zimmer und der Umgebung und ‚was da so los ist‘ findet man unter

http://www.finca-buenavista-laslajas.com

Nach herzlichem Empfang konnten wir nach einer Karte Essen bestellen, das von einer Deutschen in Las Lajas gekocht und zur Finca gebracht wird, wo man es auf der Terrasse vor dem Zimmer oder bei Angst vor Mücken auch im Zimmer verspeisen kann. Preise zwischen 6 und 12 Dollar. Ist zu empfehlen, haben wir zweimal bestellt und am dritten Tag die Reste gegessen.

Die Köchin hatte ein Berliner Nummernschild am Wagen und wir fragten uns und sie, wie sie den Wagen über den großen Teich bekommen hat. Des Rätsels Lösung. In Panama haben die Autos nur hinten Nummernschilder, vorne kann man dranmachen, was man will.

Uwe hat an seinem Geländewagen vorne ein Smiley, das kennen auch schon die Indios im Indiogebiet und lassen ihn an den Grenzen anstandslos durchfahren.

Am frühen Morgen bot sich bei Sonnenaufgang von der Terrasse ein phantastischer Ausblick, der ein wenig an Südafrika erinnert, obwohl wir da noch nicht waren. In der Ferne ist der Pazifik zu sehen.

Bild 14 und Bild 15

Bild

Bild
Sonnenaufgang von der Terrasse der Finca Buena Vista

Dann gab‘s das phantastische Frühstück Bild 16

Bild

und anschließend eine Ausflug mit Uwe und einem weiteren Ehepaar aus Deutschland mit seinem Geländefahrzeug in das Indianergebiet „Comarca Ngöbe Buglé“, das sich nördlich von San Felix bis an das Karibische Meer erstreckt und von der größten Gruppe indigener Bevölkerung Panamas bewohnt wird.

Das besondere an diesem Ausflug mit Uwe ist, dass Touristen in diesem Gebiet anders als in dem Gebiet der San Blas Inseln eher selten sind.

Von San Felix führt eine breite asphaltierte Straße in die Berge, die so gar nicht zu der Armut und den einfachen Hütten am Straßenrand passt.

Bild
Bild 17

Diese wurde nach Uwes Angaben gebaut, um die Kupfervorkommen in den Bergen zu erschließen.

Die Ureinwohner dieser Gebiete haben sich schon vor zwei Jahren und zuletzt im Frühjahr 2012 heftig gewehrt und dabei Unterstützung der anderen Comarcas und von Weißen erfahren und Erfolg gehabt. Wenn ich jetzt aber Im Internet darüber lese, ist die Sache noch nicht endgültig vom Tisch.
Siehe hier:
http://www.ag-friedensforschung.de/regi ... minen.html

http://www.quetzal-leipzig.de/lateiname ... 19093.html

Als wir auf einem Aussichtspunkt standen Bild 18,
Bild


kam voller Neugier ein kleiner Junge zu uns hochgelaufen.

Bild
Man sieht ihn auf dem Bild 19 ganz klein
Ergänzende Anmerkung am 06.04.2014: So in etwa wohnen wir auch in Arnsberg im Sauerland. Daher der Name: 'berghaus'

Bild


und in voller Größe auf Bild 20

Am Straßenrand an einer Bushaltestelle standen und saßen Frauen mit Kindern in ihren bunten Kleidern, die die Frauen von Kind an bis an ihr Lebensende tragen, während die Männer längst T-shirts und Jeans tragen

Bild


Bild

Bilder 21 und 22

berghaus 15.12.12
Zuletzt geändert von berghaus am 09.11.2014, 10:22, insgesamt 21-mal geändert.

berghaus

Re: FlughafenTocumen - Panama und ein REISEBERICHT

Beitragvon berghaus » 20.12.2012, 20:25

2. Tag in Las Lajas (09.10.2012)

Nach der Rückkehr aus dem Indiogebiet nördlich von San Felix sind wir noch an den Strand von Las Lajas gefahren, der ca. 8 km südlich des Ortes liegt.
Bild
Bild 23 rechts oder links? geradeaus das Meer -der Pazifik!

Erst fanden wir keinen Zugang, weil wir rechts in Richtung des Restaurants abgebogen sind und dort wohl nur Privatgrundstücke den Strand versperren.

Nach links führt aber ein holpriger Weg zu zahlreichen direkt am Strand gelegenen Schilfmattenunterständen, die man in der Badezeit für 5 Dollar pro Aufenthalt mieten kann.
Jetzt war es fast menschenleer, die Strandbuden geschlossen, schwül heiß und das Meer wohl wegen Ebbe ganz dahinten. Der Strand ist zwischen zwei Flußmündungen 20 km lang.

Bild
Bild 24 Strand nach Westen


Bild 25 Strandbuden
Bild
Bild
Bild 26 Strand nach Osten

Für die Saison ab Dezember? Wird alles neu hergerichtet.

Bild
Bild 27 Kokusnuss von innen

Da hatte ich noch keine Machete für 3,95 Dollar aus dem Supermarkt.
Und Uwe hatte nachher auch viel Mühe mit seiner Machete ("Ich bin ein Panamaeser") die Hülle zu öffnen, um dann doch "nach deutscher Art" mit der Bohrmaschine ein Loch in die Nuss zu bohren. Man muss die Milch mögen oder mit Machete und Kenntnis von deren Gebrauch kurz vor dem Verdursten sein.
Die Nüsse, die am Strand geöffnet herumlagen, hatten an der weichen Stelle eine etwa 5 x 5 cm große rechteckige Öffnung. Wer weiß mehr, wie die entstanden ist?

Bild
Bild 28 Kokusnüsse von oben
Bild
Bild 29 Strandrestaurant und Diskothek, Besitzer angeblich weggelaufen.

Weil, wegen Unwettern ein paar Tage vorher, die Zufahrt zum einem kleinen Flusshafen nicht möglich war, mussten wir auf Uwes Bootsfahrt zu den Mangrovenwäldern oder auch zum Angeln verzichten und sind am dritten Tag in Las Lajas nach ausgiebigem Frühstück und Baden im Swimmingpool selbst zur Brüllaffeninsel bei Boca Chica gefahren.
Zuletzt geändert von berghaus am 30.04.2014, 12:59, insgesamt 14-mal geändert.

Maresch

Re: FlughafenTocumen - Panama und ein REISEBERICHT

Beitragvon Maresch » 21.12.2012, 01:54

hallo berghaus!!!!

hab eine frage zur bar (letztes foto) in las lajas, ist die jetzt geschlossen? war im august dort und da wurde sie noch von einem einheimischen betrieben. besitzer weggelaufen, meinst du da die beiden deutschen vorbesitzer?

lg

berghaus

REISEBERICHT- 13 Tage Panama im Oktober 2012

Beitragvon berghaus » 21.12.2012, 12:29

Es war dunkel innen drin, aber es war jemand da, ist ja alles offen.
Ich weiß nicht, wer es erzählt hat.
Wenn wichtig, nicht verzagen, Uwe fragen!

berghaus 21.12.12
Zuletzt geändert von berghaus am 09.11.2014, 10:23, insgesamt 1-mal geändert.

berghaus

REISEBERICHT- 13 Tage Panama im Oktober 2012

Beitragvon berghaus » 22.12.2012, 21:23

Las Lajas 3. Tag (11.10.2012)

Ausflug zur Brüllaffeninsel Boca Brava

Auf halbem Weg von Las Lajas/San Felix nach David biegt man von der Interamericana nach Süden ab und gelangt zu dem kleinen Ort Boca Chica mit dem Hafen an einer steilen Rampe, wo man kaum einen Parkplatz findet:
Bild

Bild 30 Hafen Boca Chica

Für drei Dollar pro Person wird man mit einem Wassertaxi auf die gegenüberliegende Insel Boca Brava zu dem am Ostende gelegenen Hotel gebracht und zum gleichen Preis zu einer vereinbarten Uhrzeit auch wieder abgeholt.

Von der Anlegestelle auf der Insel führt eine lange steile Treppe zu dem Hotel mit Restaurant hoch, in dessen Nähe sich häufig die Brüllaffen aufhalten sollten.

Die hatten wohl aber andere Interessen.

Wir folgten bei schwüler Hitze weiter bergauf einem Weg, der dann auf einer langgstreckten Anhöhe verläuft. An einer Stelle sind wir zu einem malerischen Strand hinabgestiegen, wo einsam und romantisch nur ein Pärchen badete.
Bild
Bild 31 Strand auf der Isla Boca Brava

Uns war es dazu zu heiß, wir folgten dem Weg, kehrten aber um, weil der Rückweg ja auch noch bewältigt werden musste.
Beim Umkehren trafen wir drei Amerikaner, wesentlich beleibter als wir, die uns später im Restaurant erzählten, dass sie die Brüllaffen nur wenige hundert Meter weiter hoch in den Bäumen gesehen haben.

In dem Restaurant wollte ich endlich mal einen schön gebratenen Fisch essen, bekam aber wegen der mangelnden Sprachkenntnisse nur eine Fischsuppe, gebraut wohl aus dünnen Tintenfischärmchen mit Saugnäpfen und vielleicht auch den Resten von Krabbenfleisch, das andere Gäste nicht aus den Schalen herausbekommen hatten.
Ich habe die Suppe zur panamesischen Delikatesse erklärt und tapfer aufgegessen.

Dafür war der Ausblick vom Sitzplatz und noch besser von einer Aussichtsplattform auf dem Dach auf den Pazifik mit den verstreuten Inseln phantastisch. Da braucht man ein eigenes Boot. Die Amerikaner hatten eins. Ich habe Ihnen die Fischsuppe empfohlen.

Bild

Bild 32 Blick auf den Parque National Maritimo Golfo de Chiriquí
Bild

Bild 33 Blick von der Dachplattform auf das Festland

Auf der Rückfahrt hat uns die Landschaft begeistert, die sich von der ebenso schönen bei Las Lajas ein wenig unterschied. Anderes als in anderen Teilen Panamas soll es hier in der Provinz Chiriquí in der Trockenzeit grün bleiben.

Bild
Bild 34 Blick Richtung Norden, ganz hinten die Cordilleren.

Bild
Bild 35 Wie das Auenland in Mittelerde

Zurück in der Finca noch eine Foto von 'Angesammeltem'
Bild

Bild 36 Früchte und andere schöne Andenken

Die Frucht in der Mitte stammt vom Noni-Baum. Siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Noni
Sie soll gut schmecken, aber bei zunehmender Reife stinken. Nicht zu verwechseln mit der Stinkfrucht aus Asien – mal „Stinkfrucht“ bei Google eingeben.

Weiter geht’s am nächsten Morgen über die Cordilleren nach Bocas del Toro.

berghaus 23.12.12
Zuletzt geändert von berghaus am 09.11.2014, 10:24, insgesamt 14-mal geändert.

berghaus

REISEBERICHT- 13 Tage Panama im Oktober 2012

Beitragvon berghaus » 30.12.2012, 17:46

4. Tag von Almirante nach Bocas del Toro

Nach dem Routenplaner von google maps 223 Km, 3 Stunden 10 Minuten über die Carretera Panamericana und die Route 21.

Unsere Befürchtungen vor der Reise, die Route 21 nach Almirante sei vielleicht nicht asphaltiert und in der Regenzeit nur schlecht befahrbar, wurden mal wieder nicht bestätigt.

Allerdings gibt es Bilder im Internet von nach Unwettern unpassierbaren Straßenabschnitten.

Überhaupt, macht es Spaß, vor der Reise und erst recht nach der Reise das kleine Männchen links neben der google maps karte zu ergreifen sich auf der Karte die Bilder anzusehen, die dort mit einem blauen Punkt markiert sind.

So kann man z.B. am Strand von Las Lajas am Bildschirm viele km von Flussmündung zu Flussmündung auf und ab wandern, besser gesagt, hin und her fliegen. Das hätten wir an dem Nachmittag nicht geschafft, zumal es in den Tropen ja immer etwa um 18 Uhr innerhalb einer halben Stunde dunkel wird.

Nach einem Drittel der Strecke auf der Route 21 befindet sich ein hübsches Kaffehäuschen mit einer freundlichen Bedienung.

Bild

Bild 37 Das Plätzchen vor dem Haus war auf der Hin- und auch auf der Rückreise noch frei.

Bild


Bild 38 Der Autor des Berichts mit Panamahut, 3,95 $ im Supermarkt – made in China und der nagelneue Mietwagen Toyota RAV 4 - 392,31 EUR für 13 Tage

Die Fahrt durchs Gebirge vorbei an einem Stausee führt durch eine großartige Landschaft.
Sie wird wieder tropischer, wenn man das karibische Meer, genauer die ‚Laguna de Chiriqui‘ erreicht. Und es wird auch wieder heißer.

Bei der Ankunft in Almirante glaubten wir dem Rat Uwes, uns ruhig den Radfahrern anzuvertrauen, die einen (gegen ein Trinkgeld) zu den bewachten Parkplätzen am Hafen geleiten, nicht folgen zu müssen. – Das war ein Fehler!

Stolz, einem wild gestikulierenden Mountainbikefahrer entkommen zu sein, führte uns die GPS-Marke auf der Karte des nexus 7 nicht zu der Abfahrtsstelle der „Bocas Marine Tours“, sondern in ein Gewerbegebiet. Und schon hatte der Mountainbikefahrer uns eingeholt.

Er lotste uns in eine one-way-Straße, - also entgegen der Fahrtrichtung -, bis zu einem von Drahtgittern eingefassten Grundstück.

Als er das Gittertor aufschließen wollte, fuhren wir mit schlechtem Gewissen weiter, um erst mal die Abfahrtsstelle zu sehen.
Das war der nächste Fehler!
- Am Ende der Straße wartete der ‚karibische Dorfpolizist‘, der nun erst mal die ‚Licence‘ sehen wollte.

Nun hatten wir gelesen, -war’s in diesem Forum?- dass der Führerschein auch bei kleinsten Vergehen gerne mal einbehalten wird, - abzuholen 14 Tage später in Panama City!

Hier und auch bei den zwei weiteren Begegnungen der gleichen Art, habe ich mich nicht getraut, dem Rat Uwes zu folgen, statt des Führerscheins den Personalausweis vorzuzeigen, weil man den Führerschein für die Weiterfahrt ja noch braucht und noch einen Pass hat. Meine Frau, die eigentlich fahren sollte, hatte ihren in Deutschland gelassen.

Der Mountainbikefahrer fuhr neben uns immer kleinere Kreise.
Gnädig erhielten wir den Führerschein zurück, wendeten auf engstem Raum, ab ins vergitterte Grundstück, da konnte man nur mit angelegten Spiegeln einparken.

Die Anlagestelle für das Taxiboot nach Bocas del Toro war nur wenige Meter entfernt und als solche in einem der Häuser entlang der Lagune nicht leicht erkennbar.

Die halbe Stunde Fahrt für 6 Dollar war ein wilder Ritt übers Meer, hart schlug das Boot vorne immer wieder auf, und das bei schönstem Wetter:
„ Nach einem Regen ist das Meer immer ein wenig unruhig!“

Bild
Bild 39 Wilder Ritt übers Meer nach Bocas del Toro

Bild
Bild 40 Ankunft in Bocas del Toro

Wir hatten Angst, dass unsere neuen Rollkoffer (Rollkoffer in der Karibik?), die hinten im Boot standen, klatschnass geworden wären, aber nein, nur eine dicke Kakerlake hatte sich hier, bei der Ankunft oder bei der folgenden Taxifahrt zum Hostel ‚The Palmyra‘ irgendwo in den Rollen eingenistet.

Bild
Bild 41 Ein Tipp: Hostel „The Palmyra“ in Bocas del Toro, 55 $/Nacht

Dort wurden wir von der deutschen Besitzerin Felizitas freundlich aufgenommen.
geändert 21.01.2015:
Die durchweg positiven Bewertungen in den Portalen entsprechen dem, was wir erlebt haben:

http://www.booking.com/hotel/pa/the-palmyra.de.html

Mit im Mietpreis einbegriffenen Fahrrädern, karibisch bunt, mit Nummernschildern, einem dicken Schloss und einer Taschenlampe (‚sonst für Touristen hohes Bußgeld!‘) fuhren wir noch am Nachmittag an einen karibischen Traumstrand im Nordwesten der Insel. – Mal bei maps Bilder gucken!

Zu früh wurde es dunkel und bei der Rückkehr saß die dicke Kakerlake ganz ruhig auf dem Teppich, nach der (wegen der Sauberkeit in dem Apartment) glaubhaften Aussage von Felizitas die erste in diesem Haus. Ab in die Toilette: Können Kakerlaken schwimmen und tauchen?
http://de.wikipedia.org/wiki/Amerikanis ... 3%9Fschabe


berghaus 30.12.12
Zuletzt geändert von berghaus am 21.01.2015, 11:15, insgesamt 20-mal geändert.

berghaus

REISEBERICHT- 13 Tage Panama im Oktober 2012

Beitragvon berghaus » 20.01.2013, 21:09

Felizitas, die Inhaberin des Hostels empfahl uns zum Abendessen das La Casbah, gleich 200 m die Straße hinunter:

Das Restaurant gleicht zwar einem Schuppen am Straßenrand, draußen wie drinnen sitzt man direkt an der Straße, aber die Atmosphäre ist wie im Internet beschrieben, irgendwie wie der ganze nicht allzu große Ort mit vielen Restaurants und Hotels : karibisch.
Besitzer und Bedienung und andere Gäste gut gelaunt, Sangria und Essen in Ordnung.
Wegen der Regenzeit war nicht allzu viel los in dem Ort. Es regnete aber nicht. Es war ein warmer Sommerabend am 12. Oktober 2012.
Wie ich gerade sehe hat das Restaurant beim Tripadvisor Award einen siebenten Platz eingenommen.

http://www.tripadvisor.de/Restaurant_Re ... vince.html

Das Frühstück haben wir in Felizitas Hostelküche selbst angerichtet und in dem großen grünen Garten zu zweit bei schönstem Wetter genossen und die zu einer aufgehängten Futterstelle anfliegenden Kolibris bewundert.

Gegen Mittag regnete es tatsächlich. Gleichwohl fand der von Felizitas versprochene kostenlose Ausflug mit einem Motorboot zur Dolphin Bay statt, weil sie und Ihr Freund an Hand der Wolken sehen konnten, dass es dort nicht regnen würde.
Außer uns fuhren noch drei weitere Gäste des Hostels mit: Marion, eine angehende Ärztin aus Österreich auf Weltreise und ein junges Ehepaar aus Argentinien, und sie war schwanger.
Bild
Bild 42 Fahrtrichtung Dolphin Bay

Dort besuchten wir David und Linda Cerutti auf ihrer ‚Greenacres Farm‘, auf der sie Kakaobohnen ernten und zu reiner und gesunder Schokolade verarbeiten.
Bild
Bild 43 Ein Traum und nur mit dem Boot zu erreichen

David, ein Amerikaner aus San Diego, war hier vor 16 Jahren mit 60 Jahren, nachdem er seinen Beruf aufgegeben hatte und auf Segelschiffen mitfuhr, gelandet und nie wieder weggegangen, anders als seine Ehefrau Linda, die schon mal die Verwandten und Bekannten in Amerika wieder besucht hat.
Hier noch zwei links: Blick auf das Haus und die beiden vor fünf Jahren.
https://picasaweb.google.com/1096585843 ... 2684823586
http://www.123people.com/ext/frm?ti=per ... g4Mg%3D%3D

David führte uns zwei Stunden über das ‚30 Acres‘ große Grundstück durch den etwas aufgeräumten Urwald.
Wir sahen den grünen Frosch, rote Äste, einen, Baum der wandern kann, die Kakaobäume, die Verarbeitungsanlagen, durften dann 5 $ für die Führung bezahlen (das war es wert) und kauften für 18 $ 600 Gramm Krümel- und Blockschokolade, die ziemlich bitter schmeckt, und mit der wir hier im Sauerland nun nichts anzufangen wissen. Vorschläge willkommen!
Bild
Bild 44 Früchte oder Äste?

Bild
Bild 45 Wanderbaum, der nur gerade wachsen kann und bei Lichtmangel neue Wurzeln bildet, um sich zu einer Lichtlücke weiterzuschieben.

Bild
Bild 46 Kakaobäume mit Früchten

Bild
Bild 47 Kakaofrucht

Bild
Bild 48 David und Linda im Oktober 2012

Bild
Bild 49 Ausblick vom Haus auf die Dolphin Bay

Eigentlich wollte ich hier auch nicht mehr weg!

berghaus 21.01.13
Zuletzt geändert von berghaus am 09.11.2014, 10:25, insgesamt 19-mal geändert.

berghaus

REISEBERICHT- 13 Tage Panama im Oktober 2012

Beitragvon berghaus » 27.01.2013, 20:31

Auf der Rückfahrt von der Ceruttis nach Bocas del Toro haben wir noch geschnorchelt und eine Schleppangel ins Wasser gehalten, die eingezogen wurde, als jemand rief: „Delfin in Sicht!“
Die Gewässer um Bocas del Toro sollen total überfischt sein. Im Wasser waren auch kaum Fische zu sehen. Wovon leben denn die Delfine?

Bild
Bild 50 Wo sind die Delfine?

Bild
Bild 51 Sehnsucht nach der Karibik

Bild
Bild 52 Abendstimmung bei der Rückfahrt

Nach einem schönen Abendessen in einem Restaurant direkt am Hafen, noch einem gemütlichen Frühstück in Felizitas Garten mit den Kolibris, einer nicht so heftigen Rückfahrt mit dem Taxiboot nach Almirante fanden wir unseren Toyota unversehrt vor und fuhren mit ihm nach Boquéte.

Wer Zeit hat, sollte an dem kleinen Kaffeehaus (Bild 38) dem Pfad folgen, den der Erbauer des Kaffeehauses mit Hunderten von alten Reifen angelegt hat.

Bild
Bild 53 Fußpfad - beginnt links neben dem Kaffeehaus

Wer noch mehr Zeit hat, mietet das Ferienhaus oberhalb des Wasserfalls oder noch ein anderes:

Bild
Bild 54 Visitenkarte

Man muss nicht, von Almirante kommend, über David nach Boquéte fahren. Zumindest die Strecke von La Chichicosa nach Boquéte, die über einen Staudamm führt, ist asphaltiert.

Wir hatten Marion, die österreichische Ärztin mitgenommen. Als wir sie in Boquéte am Hostel Mamallena (http://www.hostelsinboquete.com/hostelpictures.html) aussteigen ließen, standen wir mal wieder verkehrt herum in einer Einbahnstraße. Den Polizisten, die das bemerkten und wieder mal die kostbare Lizenz sehen wollten, konnten wir schlecht erklären, dass so ein RAV 4 auf der Stelle wenden kann und hatten auch keinen Grund dafür.

Auch sie waren gnädig und schickten den Führerschein (Das Original) nicht nach Panama City.

Wir wohnten etwas besser in der Hotelanlage Isla Verde in einem Rundbungalow:
http://www.islaverdepanama.com/ Hier die Geschichte der deutschen Eigentümerin Eva.
http://www.kprn.de/2012/12/wahlheimat-p ... er-steigt/

Die Gartenanlage ist wunderschön mit vielen Bäumen und Büschen mit zauberhaften Blüten.
An einer Stelle im Garten hing eine Bananenstaude mit gerade richtig reifen Bananen, die man sich kostenlos mit den daran interessierten Vögeln teilen konnte.

Ich habe zwar auf den kanarischen Inseln schon viele Bananenpflanzen gesehen, aber hier im Garten zum ersten Mal erfahren, wie die Bananenhände sich unter den roten Blütenblättern neu bilden und dann nach oben biegen - der Sonne entgegen (siehe hier: http://www.bananen-seite.de/Bananen/staude.htmlseite.)

Bild
Bild 55 Warum ist die Banane krumm?

Weil die empfohlene Führung durch eine Kaffeeplantage ausfiel, ließen wir uns am nächsten Tag von Evas Sohn für 25,- $/Person zu den Wasserfällen im Naturreservat führen.
Bild
Bild 56 Eingang in das Naturreservat - Eintritt 5,- $/Person.

Hier kamen nun unsere mitgebrachten Bergstiefel und Regenumhänge (zulässiges Gewicht bei KLM 23 Kg/Person) zum Einsatz. Denn kaum im Regenwald, fing es an zu regnen. Das haben wir genossen und viele Regenwaldbilder gemacht.

Bild
Bild 57 Einer von drei Wasserfällen

Bild
Bild 58 Blick auf einen Teil der Kulturlandschaft in Boquéte

Heute noch nicht genug Abenteuer? – Also auf zu den berühmten? heißen Quellen, den ‚Aguas Termales de Caldera‘, 25 km südwestlich von Boquéte an der Abkürzungsstrecke nach Almirante gelegen, die zumindest bis zu dem weniger befestigten Abzweig zu den Quellen asphaltiert war. Leider sind wir bei strömendem Regen oben am Kanal stehen geblieben und nicht bis zu der abenteuerlichen Brücke über den Rio Chiriquí gefahren, sondern gelaufen.

Bild
Bild 59 Sacken da einzelne Platten durch? Ist die Brücke auf dem Rückweg noch da?

Bild
Bild 60 Rio Chiriquí heute mal etwas wilder!

Nur mit Mühe konnte ich meine Frau dazu bewegen, hinter der Brücke (Schild: Aguas 500 m) über eine ausgewaschene Straße, über überflutete Wiesen, kleine Stege ohne Geländer über reißende Bäche, durch Sumpfflächen in einem Wald zu den Quellen zu laufen. Dann tauchte auch noch ein Indio auf, wohl der Besitzer des Geländes, und verlangte statt einem Dollar, wie im Reiseführer von 2008 beschrieben, gleich 3 Dollar pro Person –und wie weit jetzt noch?

Und dann fanden wir die drei etwas 10 - 20 qm großen, mit Steinen eingefassten Wasserlöcher mit unterschiedlichen Wärmegraden.
Und wer saß in einem drin? - Marion

Marion hatte mit vier anderen Hostelbesuchern für 15 Dollar/Person einen Ausflug mit Führer gebucht. Inbegriffen war dabei, dass der Affe des Indios die T-Shirts der Besucher anprobieren durfte.

Also rein in die Quellen, nass waren wir ohnehin schon genug, hatte ich doch sinnvollerweise meine Sandalen an wie damals, 1965 als Tramper in Irland, wo das Wasser vorne rein und hinten wieder raus lief. Wir schafften es vor Dunkelwerden raus aus dem Wald – die Brücke war noch da.

Bild
Bild 61 Der mit den Sandalen vor 47 Jahren in Irland.

Nun hatten wir schon genug von Boquéte, Kaffeplantagenbesuch solllte erst zwei Tage später möglich sein. Also beschlossen wir nach nur zwei Nächten, den Rückweg nach Panama City anzutreten.
Zuletzt geändert von berghaus am 09.11.2014, 10:25, insgesamt 15-mal geändert.

berghaus

REISEBERICHT- 13 Tage Panama im Oktober 2012

Beitragvon berghaus » 20.02.2013, 20:31

Zurück nach Panama City, noch 4 Tage bis zum Rückflug, - kaum zu glauben, was wir in dieser Zeit noch alles erleben durften!

Wie auf der Hinfahrt waren uns die 6 ½ Stunden Fahrzeit für die 485 km von Boquéte nach Panama City zu lang und so buchten wir bzw. Eva buchte für uns ein Doppelzimmer beim im ganzen Land bekannten ehemaligen deutschen Kapitän in El Valle de Anton in seinem Hotel ‚Los Capitanes‘:
[[http://www.los-capitanes.com/]] Anmerkung 01.09.14: Die Seite gibt es nicht mehr, weil das Hotel den Besitzer gewechselt hat. Aber den hier:
http://www.tripadvisor.de/Hotel_Review- ... vince.html
ergänzt am 07.09.2014: ....und den hier: http://www.hotel-valleverde.com/thehotel/

Nicht geprüft hatten wir, dass es bis dort ja auch schon 404 km waren und der große vulkanische Talkessel ‚EL Valle‘ allein 30 km abseits der Panamericana liegt.

Auf dieser ereilte uns nach längerer Fahrt noch bei Sonnenschein das hier im Forum schon am 18.10.12 beschriebene Ereignis: „Halt, Polizei! – Geschwindigkeitskontrolle!“

Zitat
Re: Ankunft in Panama morgens und dann?
von berghaus » 18.10.2012, 10:42
Nun hat uns doch erwischt auf der Autobahn vor einer Bushaltestelle. Ich habe zwar bei Anblick des Schildes 40 km stark gebremst, hatte aber noch 68 km/Std drauf, auf der Pistole zu sehen. Erst wollten sie 75 $ haben, begnügten sich dann aber mit 50 $, zahlbar in Panama. Das Ticket enthält meine 3 Vornamen, eine etwas falsche Passnummer, die Nummer des Mietwagens, die Geschwindigkeit 68, aber nicht den zu zahlenden Preis.
Manche sagen nun, ignorieren mit der Gefahr, dass die Mietwagenfirma Monate später die Kreditkarte mit einem hohen Betrag belastet, oder zu einer Polizeistation zu gehen und versuchen zu bezahlen??? Was heißt Falta:66? berghaus 18.10.12 fliegt morgen zurück.
Zitat Ende

Hier eine Abschrift des Knöllchens in Spanisch und von mir mit ‚Google translate‘ ins Deutsche übersetzt, ausgedruckt auf eine Art Kassenzettel

Policia Nacional De Panama
DIRECCION DE OPERATIONES
DE TRANSITO
Segun Decreto Ejecutivo 640
Del 27 Diciembre de 2006
No de Multa 123456776543
No de Cedula C7ZZMXLIN
Nombre y Apellido
Klaus Janus Wilhelm
Fecha y Hora 15.10.2012 13:45
No Placa 714251
Modello y Color
Toyota Gris
Zona
VERAGUAS
Calle
Los ruices
Falta 66
66 CONDUCIR A VELOCIDAD
SUPERIOR AL LIMITE
% de Alcohol Combrobado
Velocidad Combrobada: 68
Nombre Del Agente
950 SGTO 1 O BEITIA
A partier de la fecha de
infraccion tiene 30 dias para
cancelar
Despues incurrira en un recargo
del 10%
del costo de la multa
impuesta Panama National Police
Verkehrsdirektion

Deutsche Übersetzung:

-Laut Executive Order 640
vom 27. Dezember 2006
Nr. der Geldbuße 123456776543
Passnummer C7ZZMXLIN
Name und Familienname
Klaus Janus Wilhelm
Datum und Uhrzeit 15.10.2012 13:45
Kennzeichennummer 714251
Model und Farbe
Toyota Grau
Bereich
VERAGUAS
Straße
Los Ruices
Fehler 66
66 Fahren mit einer Geschwindigkeit
höher als erlaubt
% Alkohol gemessen
Geschwindigkeit gemessen: 68
Name des Beamten
950 SGTO 1 O BAITIA
Ab dem Tag der
Verletzung haben Sie 30 Tage Zeit, um
zu zahlen
Danach fällt ein Zuschlag an
von 10 %
der Kosten der
auferlegten Geldbuße
(Inzwischen weiß ich, dass damit 10 %/Monat, also 5 $ pro Monat gemeint sind. Wenn ich also jetzt im November 2013 wieder nach Panama kommen würde, müßte ich schon 105 EUR abliefern. berghaus 13.11.13)
berghaus 21.02.13
Zuletzt geändert von berghaus am 06.09.2014, 18:47, insgesamt 6-mal geändert.

berghaus

Re: REISEBERICHT- 13 Tage Panama im Oktober 2012

Beitragvon berghaus » 03.03.2013, 19:50

Nach einer halben Stunde durften wir weiterfahren mit dem Hinweis, wir sollen die 50 Dollar in Panama bezahlen.
Der Ort Anton hat wohl mit El Valle de Anton nicht viel zu tun, denn von dort waren es dann noch 33 km bis zum Abzweig in das Tal und weitere 20 km bis Los Llanitos, dem Ort im Vulkantalkessel, wo wir den berühmten Kapitän kennenlernen wollten.
Inzwischen hatte es angefangen zu regnen, es wurde dunkel, der Weg hinauf ins ‚El Valle‘ zog sich.
Wir haben ihn nicht getroffen. Vielleicht hätte er uns überredet in seinem Hotel doch zu übernachten. So zeigte uns das Personal zwei Räume mit völlig überalterter Einrichtung. Es roch nach Schimmel und Desinfektionsmitteln und im Badezimmer war der schwarze Schimmel auf den Wänden zu sehen.


Viele Besucher, die die Unterkunft bei Tripadvisor bewertet haben, waren ja auch begeistert. Die zahlreichen negativen Kommentare habe ich allerdings erst jetzt gelesen:
http://www.tripadvisor.de/Hotel_Review- ... vince.html
Ergänzung 05.07.2013: Manfred hat das Hotel vor kurzem verkauft.

Auf der Suche nach einer anderen Unterkunft – im Dunkeln und bei strömendem Regen – sahen wir ein noch schlimmeres Zimmer in einem Hotel mit Restaurant irgendwo oben links im Wald, um dann im klinisch reinen, aber etwas seltsam gebauten und eingerichteten Hotel Peking zu landen:

Bild
Bild 62 Hotel Peking, so groß und so hohe Räume, dass es dauert, bis wunderbar viel heißes Wasser aus dem Duschkopf kommt, DZ: 45 Dollar o.F.


Die Sonne am nächsten Tag, ein Frühstück in dem Café an der Bushaltestelle und dem kleinen Markt mitten im Dorf und ein Iguana am Eingang zur Wildnis haben uns dann wieder gute Laune gebracht.

Bild
Bild 63 Länger geht´s nicht

Bild
Bild 64 Markthalle in El Valle

Bild
Bild 65 Da ist was los!

Wir blieben auch hier nicht länger, hatten wir doch noch in der Nacht die Zusage für eine weitere Nacht in dem schon von Deutschland aus für die beiden letzten Nächte gebuchten, hervorragend bewerteten Hostel „Coconut Lodge“ am Rande von Panama City bekommen. – Wir wurden nicht enttäuscht.

Da der Weg nach Panama City nicht weit war, warfen wir noch einen Blick auf den Pazifikstrand Rio Mar. Gleich neben der Flussmündung stehen zwei riesige Hochhäuser, alles eingezäunt und bewacht.

Bild
Bild 65a

Wir fanden aber noch eine Zufahrt zum Strand, aber keinen Parkplatz.

Bild
Bild 66 Pazifik: Flussmündung am Strand Rio Mar

Über die zweite Autobahnbrücke über den Panamakanal gelangten wir nach Las Lajas, - hier ein Stadtteil von Panama City nicht zu Uwe, sondern zu Nancy und Mike.

Bild
Bild 67 Puente Centenario

berghaus 03.03.13
Zuletzt geändert von berghaus am 04.11.2014, 16:52, insgesamt 8-mal geändert.

berghaus

Re: REISEBERICHT- 13 Tage Panama im Oktober 2012

Beitragvon berghaus » 10.05.2013, 07:36

Ach, wenn es im Frühjahr so viel zu tun gibt im Garten und bei der Steuererklärung, muss ich ja mal den Reisebericht zu Ende schreiben.

Bild
Bild 68 Coconut Lodge, Casa Bambu 16.- 19.10.2012

Also die Coconut Lodge am Nordrand von Panama City. Diese hatten wir für die letzten zwei Tage vor dem Rückflug von Deutschland aus über Booking.com zum Preis von 65,00 EUR/Nacht (incl. Frühstück (2 Pers.) und Turismus Tax 10 % /VAT) schon gebucht und auf 3 Nächte von El Valle aus erweitert.

Der Aufenthalt in der zauberhaften Anlage und die Betreuung durch Nancy und Mike waren ein weiterer Höhepunkt unserer Reise.

Die Bilder und die Bewertungen sprechen für sich:

http://www.tripadvisor.de/Hotel_Review- ... vince.html

Auch der Gewinn des 1. Platzes der Hostels bei tripadvisor erscheint uns gerechtfertigt:

http://www.tripadvisor.de/TravelersChoi ... -g294479#1
Wir sind dann noch für einen Aufpreis von 15,00 $/Nacht in den Bungalow im Garten direkt am Pool gewechselt.

Mike ist Ungar, spricht fürchterlich schnell Englisch, natürlich auch Spanisch und kann hervorragend kochen, und ist wahrscheinlich immun gegen Polizeikontrollen, wenn er mal bzw. immer zu schnell fährt. Er war früher bei der Pacific Railway in Kanada beschäftigt und hat dort die elektrischen Lokomotiven betreut.

Nancy ist Kanadierin und die Seele des Hauses und immer hilfsbereit.
Den ersten Abend bekamen wir ein tolles Menu auf der überdachten Veranda des Hauses serviert.

Mit dabei waren Amanda und Brent, ein junges Paar aus Iowa. Der Abend war zauberhaft und wir ließen uns überreden, am nächsten Tag mit Mike und den beiden für 150,00 $/Pers.(118,00 EUR) über Porto Bello in Mike’s Jeep zur Isla Grande zu fahren, also noch mal in die Karibik, nicht mal so weit entfernt von den St. Blas Inseln.

berghaus 10.05.13 >>>>>>Weiter geht's auf Seite 2>>>>>>>>>>>>>>>>>>>
Zuletzt geändert von berghaus am 08.02.2014, 16:44, insgesamt 4-mal geändert.

berghaus

REISEBERICHT- 13 Tage Panama im Oktober 2012

Beitragvon berghaus » 26.06.2013, 18:38

Mittwoch, 17.10.2012 - noch zwei Tage bis zum Rückflug.

Und ab ging die wilde Fahrt mit Mike am Steuer seines SUV zunächst nach Portobelo.

Ich saß ja vorne noch ganz bequem und versuchte den ununterbrochenen Redeschwall auf Englisch zu verstehen, aber hinten war es zu dritt ganz schön eng.

Portobelo macht seinem Namen alle Ehre:

Bild
Bild 69 Portobelo

Der Name wurde dem Ort von Christoph Kolumbus verliehen, als „seine wurmzerfressenen Schiffe auf seiner letzten Reise in die neue Welt am 2. November 1502 in die Bucht einliefen.“ Zitat aus unserem Reisführer ‚The National Geographic Traveler Panama‘ Hamburg 2008.

Von hier aus wurden im 16. Und 17.Jahrhundert die von den Spaniern in Südamerika geraubten Reichtümer nach einer Zwischenlagerung in Panama City mit großen Flotten nach Spanien gebracht.

Diese und auch Portobello wurden regelmäßig von Piraten wie Sir Francis Drake (1595), William Parker (1602) und Henry Morgan (1668) überfallen und geplündert. Der walisische Pirat nutzte 1671 die Eselspfade nach Panama City, um die Stadt auszurauben und zu zerstören.

Heute gibt es ein Rumgetränk „Captain Morgan Original Spiced Gold“ – ‚A Spirit Drink of Carribean Rum with spice & other natural flavours’, das man wohl mit Cola mischt.

Bild
Bild 70 Captain Morgan

In Deutschland und Östereich tritt Captain Morgan mit zwei oder mehr Morganetten auf Veranstaltungen auf, um Reklame für das Rumgetränk zu machen:
https://www.google.de/search?q=Morganet ... 20&bih=875+

In Portobelo haben wir das Museum, den Markt und die Kirche besichtigt.
Es war sehr heiß und die Straßen und die Kirche voll von buntem karibischen Leben:

Bild
Bild 71 malerisch, aber….

Bild
Bild 72 Hippies an der Markthalle

Bild
Bild 73 Der Schulbus?

Bild
Bild 74 ….. aber Fernsehen!

Von Portobelo geht die asphaltierte Straße über Porto Lindo zumindest noch 15 km weiter bis La Guayra. Von dort kann man mit Booten zur Isla Grande und den anderen Inseln übersetzen.

Bild
Bild 75 Hafen La Guayra

Von hier aus fuhren wir mit einem kleinen Boot links um die Isla Linton herum, wo mir plötzlich eine deutsche Segelyacht vor die Linse kam:

Bild
Bild 76 „Grete“ aus Friedrichskoog

Da ich schon oft in Friedrichskoog an der Elbmündung war, habe ich mich nach der Reise intensiv mit den Ereignissen rund um die „Blauwassergrete“ und ihre Eigentümer beschäftigt und kann folgende Links anbieten:

http://www.getjealous.com/blog.php?acti ... assergrete

Die Geschichte von Reinhard Bein und Katrin Hennings, die 2002 von Friedrichskoog lossegelten, um die Welt zu umrunden, und in Panama sozusagen hängen blieben, endete scheinbar mit dem Bericht von Reinhard vom 19.10.2007 auf der folgenden Seite:

http://www.blauwassergrete.de/seiten/10 ... h_alt9.htm

Mein Interesse am Segeln mit solchen Yachten wurde früh in meiner Kindheit geweckt, als ich die Sommerferien mit meiner Schwester regelmäßig in Schleswig Holstein in der Nähe von Itzehoe bei unseren Großeltern verbrachte, die nach der Ausbombung in Hamburg Jahrzehnte in einer einfachen Waldhütte lebten, für uns Kinder ein Paradies.
Wir spielten mit den Kindern des Försters, der sich aus lang gelagerten Hölzern zusammen mit einem Schreiner selbst eine Yacht, d.h. zwei gebaut hatte, auf der wir in der Elbmündung mal mitfahren durften.
Irgendwie bin ich aber im Sauerland hängen geblieben. Da hat es nur zu einem kleinen Wald, aber nicht mehr zu einer Yacht gereicht. Das Leben ist zu kurz!

Nach langem Suchen fand ich aktuell noch heraus:
Die Tochter Janine betreibt mit ihrem Mann in Ecuador ein Hotel:
http://www.hotelcieloazul.com/deutsch.html

Die Grete soll verkauft werden, wird aber wohl nur in gute Hände abgegeben.
http://www.gaffelkutter.de/7.html

Am 11.03.2016 im Internet gefunden.(siehe auch Beitrag am 11.03,16)
http://www.getjealous.com/Blauwassergrete

berghaus 27.06.13
Zuletzt geändert von berghaus am 10.03.2016, 19:42, insgesamt 7-mal geändert.

berghaus

REISEBERICHT- 13 Tage Panama im Oktober 2012

Beitragvon berghaus » 15.07.2013, 03:59

Wenig weiter fuhren wir mitten durch einen Mangrovenwald:

Bild
Bild 77 Wie es wohl unter Wasser aussieht?

Wir hielten Ausschau nach den karibischen Traumstränden.
Wie ich inzwischen gelesen und gesehen habe, gibt es sie hier wohl. Man braucht aber Zeit, ein Boot, Führung und/oder Ortskenntnis.
[Ergänzung 07.09.2014 Gerade gefunden über den Link zum Verkauf der Blauwassergrete. Eine vielversprechende Unterkunft: http://hostelwunderbar.com/?page_id=72]

Mikes Programm sah jetzt aber Hummeressen in einem Strandrestaurant auf der Isla Grande vor, im Preis der Fahrt mit Essen 150 $/Person, Picknick und Museumsbesuch in Portobelo und gekühlte Getränke inbegriffen.
Die Auswahl: Hummer, Langusten oder Königskrabbe.

Bild
Bild 78 wird gleich serviert

Bild
Bild 79 Krabben aus Büsum oder Friedrichskoog schmecken besser!

Bild
Bild 80 Mike

Bild
Bild 81 Hinten ist die Toilette, vorne der Strand

Wo bleiben wohl die Abwässer?

Nach dem Essen sind wir, Brent und ich, direkt vom Restaurant aus in das warme Wasser gestiegen und eine Runde geschwommen.

Bild
Bild 81a Die Indios bringen Nachschub im Einbaum

Am nächsten Tag wollten wir nach dem wieder zauberhaften Frühstück endlich Panama City besichtigen.

Da ging dann einiges schief!

Mutig fuhren wir mit unserem RAV4 in die Stadt und brauchten 2 Stunden, um die von Captain Morgan zerstörte Alte Stadt ‚Panama Viejo‘ zu erreichen. Wir glauben nicht, dass es mit einem Taxi schneller gegangen wäre. Viel Lust hatten wir nicht, bei der Hitze die Ruinen zu besichtigen.

Da es in der Stadt zwei kostenlose W-LAN gab, versuchte ich gleich zu Beginn der 30 Stunden vor dem Rückflug (19.10.12 19:20) mit dem Nexus 7 (ohne Telefon- bzw. mobile Internetfunktion) bei KLM den ‚Internet-Check-in‘ zu machen, einmal, um sicher zu gehen, dass der Flug auch zu dem vorgesehenen Zeitpunkt stattfindet und um zwei gute Plätze im Flugzeug auszuwählen, z.B. die Plätze für Leute mit Baby. Da kann man aufstehen, ohne den schlafenden Sitznachbar wecken zu müssen. Und man kann die Beine und Füße an der Wand hochstellen. (Das gelang dann auch, weil anders als auf dem Hinflug kein (schreiendes) Baby dabei war.
Das erste WLan wurde von KLM wegen Unsicherheit abgelehnt. Mit dem La Viejo-Museums-WLan ging‘s dann doch, wenn auch mühselig: Wieder eine Stunde rum, allerdings klimatisiert im Auto.

Nun aber ab in die neue Altstadt: ‚Casco Viejo‘ und da ich , eigensinnig‘ nicht dem Hinweis meiner mit dem Nexus mit Google Maps navigierenden Ehefrau „jetzt rechts“ folgte, geriet ich, wie ganz am Anfang schon beschrieben, auf die falsche Spur an der Einfahrt zur Stadtautobahn ‚Corredor Sur‘.

Ich wiederhole:

„Aber Achtung, bei der Einfahrt vor den Mautstationen nicht eine Spur wählen, bei der man nur mit einer Art Prepaidkarte bezahlen kann.
Da hatten wir nämlich einen Tag vor dem Rückflug einen Unfall, weil wir trotz massivem Protest der Schlange hinter uns genötigt wurden, 20 m rückwärts zu fahren, wobei ich dann ein anderes Fahrzeug leicht berührte und an diesem ziemlich neuen Pkw einen Kratzer und eine leichte Einbeulung verursachte. Zum Glück konnten wir uns mit der Fahrerin auf 220,-- Dollar einigen in dem Einvernehmen, nicht vier Stunden mit der Polizei zu verbringen, zumal unsere Sprachkenntnisse im Spanischen eher bei Null liegen.“

Da ich 220,-- Dollar nicht in bar dabei hatte, kam meine Frau auf die Idee, bei der Chinesin, die neben Englisch auch ‚Mandarin‘ sprach, - wir letzteres eher nicht- , als 'Geisel' bis zu einem Geldautomaten im Bankenviertel mitzufahren. Eher freundschaftlich haben wir uns nach der Geldübergabe voneinander verabschiedet.

Wir aber hatten nun keine Lust mehr auf noch mehr Panama City.

Bild
Bild 82 Schade, meine Frau wäre da mal gerne für 220,-- Dollar ‚shoppen‘ gegangen!

Das malerische Casco Viejo hatten wir am ersten Tag unserer Reise ja auch schon mit dem Auto durchfahren. Und wenn ich jetzt noch im National Geographic Traveler (eine Zugabe von KLM zum Adventskalenderflugreisegewinn) lese, dass man „die zur Casco Viejo benachbarten Straßen von Salsipuedes, Santa Ana und El Chorrillo meiden soll, weil ‘dort im Gewirr der Mietskasernen das Verbrechen zu Hause ist‘ “, dann weiß ich nicht, was uns an dem Tag noch hätte passieren können.

Zudem hatte ich nun ja auch noch die Sorge, wie macht man die Schrammen an der Stoßstange des (nun nicht mehr) nagelneuen Mietwagens für die Abgabe am nächsten Tag möglichst unsichtbar.

Wir hatten zwar eine Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung. Aber es hätte sicher umständliche Protokollierungen gegeben und die Kreditkarte wäre zunächst belastet worden mit der Hoffnung auf Erstattung durch den deutschen Vermittler. Zur ‚Minimierung‘ des Schadens fand ich in einem Chinesenladen gerade mal etwas weiße Kreide, die schon der Fahrtwind verwehte und schon gar nicht den nächtlichen Schauer überstand.

- Um es vorwegzunehmen, die Kratzer wurden bei der Rückgabe nicht bemerkt.
Aber aufregend genug war es, zumal ein halbstündiges Palaver entstand, weil der RAV4 wohl 779,03 $ hätte kosten sollen, wir aber für einen (nicht verfügbaren) Suzuki Jimny o.ä. nur 392,31 EUR bezahlt hatten, was aber nicht unsere Sache wäre.
– Wir aber glaubten, die Polizei hätte wegen der nicht bezahlten 50 $ für die Geschwindigkeitsübertretung inzwischen die Mietwagenfirma benachrichtigt mit der Folge der Belastung der Kreditkarte in unbekannter Höhe oder der Gefährdung der Ausreise.

So aber gab es in der Coconut Lodge zunächst noch mal ein tolles Abendessen von Nancy und Mike zusammen mit einer Neuseeländerin und wunderbaren Ausklang auf der Terrasse in einer tropischen Nacht.

Bild
Bild 83 Da kann man sich wohlfühlen.

Für die beiden Macheten auf dem Bett (für weniger als 5 $/Stück gekauft) haben wir zu Hause noch so recht keine Verwendung gefunden. Und als Wandschmuck machen sie doch Angst.

berghaus 15.07.13

Obwohl jetzt (am 20.12.13) einige Zeit vergangen ist und es seit meinem letzten Beitrag über die Reise (Bild.. ) schon hierunter Diskussionen über Randthemen gibt, habe ich den Bericht über die beiden letzten Tage der Reise hier mit der Funktion „Ändern“ eingefügt, um den Bericht mit Bildern sauber zum Abschluss zu bringen:

Da wir am Freitag, den 19.10.2012 bis zum Abflug um 19:20 noch Zeit hatten, haben wir uns getraut, noch einen Ausflug zum Panamakanal zu unternehmen, wohl wissend, dass wir dabei, aber insbesondere auf dem Weg von unserem Hostel zum Flughafen in zeitraubende Staus geraten könnten, was dann tatsächlich zutraf.
Entfernung von der Coconut Lodge zu den Mirafloresschleusen: 26 km = 30 Minuten.
Man kann die Karte dazu ganz leicht ansehen, wenn man google maps aufruft:
https://maps.google.de/ und oben links in das Suchfeld z.B coconutloge eingibt.
Schon erscheint eine übersichtliche Karte, dann oben links auf Routenplaner klicken, unter A „Coconut Lodge“ eingeben und unter B „Mirafloresschleusen Panama“ oder einen Ortsteilnamen oder eine Straße, die man auf der Karte sieht. Die Route wird dann berechnet und man kann die blaue Linie auch mit der Maus auf andere Verbindungen zwischen A und B ‚ziehen‘.
Wenn man dann im Hotel Internet hat (hatten wir immer in Panama) oder sogar unterwegs Mobilfunkverbindung zum Internet (hatten wir nicht), klickt man rechts auf die Anzeige „Verkehr“ und sieht vor dem Losfahren, wo zu der Zeit Staus sind.
Da wir auch ohne Stau wegen des opulenten Frühstücks etwas spät dran waren (10:45), fanden wir nur schwer einen kostenlosen Parkplatz.
Aber, oh Wunder, verlief am Randes desselben eine Ameisenstraße mit „Blattschneiderameisen“

Bild
Bild 84 Kaum zu glauben: Blattschneiderameisen nicht im tiefen Regenwald, sondern am Rande eines staubigen Parkplatzes an den Mirafloresschleusen.

Am Rande der Schleuse befindet sich ein vierstöckiges Haus mit einer großen Aussichtsterrasse ganz oben, Museumsräume in den 4 Stockwerken und einem 3-D Kino, in dem mal in Spanisch und dann in Englisch die Geschichte des Panamakanals gezeigt wird.

Der Eintritt kostete 2012 für einen „Adulto“ 8,00 Dollar und für mich als „Jubilado“ 4,00 Dollar.
Zu leicht vergesse ich immer, danach zu fragen! – Man fühlt sich ja nicht alt!
Die Bezahlung des Eintritts lohnt sich auch für das hierin einbegriffene Kino und Museum.
Man hat von oben einen tollen Überblick über Schleusen.

Bild
Bild 85 Blick Richtung Pazifik

Bild
Bild 86 Man muss zur richtigen Zeit da sein: Vormittags geht es ca. 3 Stunden in die eine Richtung, dann Mittagspause und nachmittags in de andere Richtung.


Bild
Bild 87 Das sind keine Spielzeuglokomotiven.....

Bild
Bild 88 ...und das sind keine Legomännchen!

berghaus 20.12.13

Um das Ende des Reiseberichts mit noch ein paar Bildern zu lesen, schnell über die hier folgende Diskussion hinwegscrollen bis zu dem Beitag von bambus am 09.02.2014 oder einfacher, einfach Seite 2 anklicken!
Zuletzt geändert von berghaus am 14.02.2015, 15:25, insgesamt 17-mal geändert.

berghaus

REISEBERICHT- 13 Tage Panama im Oktober 2012

Beitragvon berghaus » 31.08.2013, 17:10

In dem vorstehenden Reisebericht sind 27 von den mühselig eingefügten 83 Bildern verschwunden.
Kann es sein, dass sie morgen wieder da sind und nur das http://www.fotos-hochladen.net/ überlastet ist?
Werden die Bilder als Link jedesmal beim Aufrufen dort abgerufen?
berghaus 01.09.13
Zuletzt geändert von berghaus am 09.11.2014, 10:26, insgesamt 1-mal geändert.

Markus11

Re: REISEBERICHT- 13 Tage Panama im Oktober 2012

Beitragvon Markus11 » 31.08.2013, 17:52

ja du bist auf der richtigen spur!
Werden die Bilder als Link jedesmal beim Aufrufen dort abgerufen?
ja!

die bilder, die angezeigt werden liegen auf 'www.fotos-hochladen.net'.
die die nicht angezeigt werden liegen auf 'img5.fotos-hochladen.net'.

laut dns-abfrage sind das 2 verschiedene server/ip-nummern (87.98.246.147, 87.98.241.237).

der zweite server ist zur zeit nicht erreichbar. kann diverse gruende haben.
erst mal abwarten. gehen wir mal optimistisch davon aus, das wir deine bilder bald wieder sehen koennen.

berghaus

REISEBERICHT- 13 Tage Panama im Oktober 2012

Beitragvon berghaus » 31.08.2013, 18:18

Hallo Markus
Vielen Dank für den Hoffnungsschimmer!
Mein Gott, ist das alles kompliziert.

Bin ich beim Hochladen der Bilder verschiedene Wege gegangen oder ist die Auswahl des Servers Zufall?

Zur Sicherung habe ich meinen Reisebericht auch abschnittsweise unter "Eigene Dateien" abgespeichert.
Die Bilder sind zum Glück in der Kopie auch dann zu sehen, wenn man das Internet abschaltet.

berghaus 01.09.13
Zuletzt geändert von berghaus am 09.11.2014, 10:26, insgesamt 1-mal geändert.


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron